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Sklaverei ist kein ausgestorbener Begriff

Sklaverei
Offiziell abgeschafft wurde die Sklaverei erst im 19. Jahrhundert. Dänemark machte 1792 den Anfang, 1807 folgte Großbritannien. Aber in Frankreich wurden die Sklaven erst 1848 frei, in den Niederlanden erst 1863 und in Amerika offiziell sogar erst 1865. Doch Sklaverei in verschiedensten Formen gab es auch weiterhin. Einen weiteren Meilenstein stellte die Deklaration der Menschenrechte durch die Vereinten Nationen 1948 dar. Aber tatsächlich gibt es auch heute noch, nach den Schätzungen des englischen Soziologen Kevin Bales, mehr als 20 Millionen Sklavinnen und Sklaven. Die häufigste Form ist dabei die Schuldknechtschaft, weitaus seltener die Leibeigenschaft. Die meisten Opfer des Kinderhandels kommen aus Mali, Burkina Faso, Benin und Togo. Sie werden in die vergleichsweise wohlhabenden Küstenländer Nigeria, Gabun und Elfenbeinküste verkauft. In den westlichen Ländern – auch in Italien – gibt es kaum Leibeigenschaft, aber die „Vertragssklaverei“ ist im Ansteigen. Hausangestellte fristen ein Leben „voller Missbrauch, Ausbeutung, Gewalt, psychischer wie physischer Folter und ohne oder fast ohne Bezahlung “(Anti-Slavery-International).
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