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Banane

Gestatte, dass ich mich vorstelle: Ich bin die Banane

Ich bin ein Lieblingsprodukt vieler Menschen überall auf der Welt. Die Produktion von Bananen steht nämlich an fünfter Stelle des weltweiten Konsums landwirtschaftlicher Produkte. Das Handelsvolumen beträgt mehr als 100 Milliarden Euro. Fast das ganze Geld landet in den Taschen von drei großen multinationalen Konzernen: Chiquita, Dole und Del Monte. Sie beherrschen 65 Prozent des Exports.

Meine Geschwister und ich findest Du vor allem in Süd- und Mittelamerika, bevor wir auf den reichen Tischen des Nordens landen. Das Leben unserer HerstellerInnen ist kaum besser als jenes von Sklaven: niedrige Gehälter, kein Arbeitschutz, keine Rechte. Aus den Verkauf einer Banane gehen 40 Prozent des Preises an die Supermärkte, 20 Prozent an die GroßhändlerInnen, 15% an die Transporteure, 15% an die VerpackerInnen und nur 10 Prozent an die ProduzentInnen.

Damit nicht genug. Hinzu kommt eine gewaltige Dosis Pestiziden, um die Produktion zu steigern und um Bananen ohne Macken und Flecken zu erhalten. Die Kosten sind hoch: verschmutzte Böden und Flüsse, abgeholzte Wälder, kranke Menschen.

Doch der Boykott der Bananenkönige bietet keinen Ausweg. Eine gangbare Alternative zeigt der Faire Handel auf: Seit 1996 werden in Europa Bananen zu einem ‚gerechten’ Preis angeboten. Dieser Preis gewährleistet den Menschen im Süden ein menschenwürdigeres Dasein.
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