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BAUMWOLLE
... gibt es nicht nur im strahlenden Weiß ...



Wenn Baumwolle schmutzig macht

In der Baumwollproduktion sind 300 Millionen Menschen in dutzenden von Ländern, zum größten Teil im Süden der Welt, beschäftigt. Die Herstellung der Baumwolle ist eine der intensivsten Produktionsweisen: Für den Anbau benötigt man große Mengen an Wasser, Dünger und Pestiziden.
Diese Bedingungen schaden nicht nur der Umwelt, sondern auch den Bauern.
Die Baumwolle wird zudem meist in Monokultur angebaut. All diese Umstände bringen viele Bauern in einen Teufelskreis, aus dem sie nicht mehr herauskommen.



Die gentechnisch veränderte Baumwolle Bt

Der konventionelle Baumwoll-Anbau ist also in der Regel sehr problematisch und schädlich für Mensch und Umwelt.
Um dieses Problem zu bewältigen hat Monsanto - einer der größten Lebensmittelmultis - die gentechnisch veränderte Baumwolle Bt patentieren lassen.
Bereits im Samen der Baumwolle vorhandene Bakterien, die Giftstoffe gegen Insekten produzieren, sollen die Menge der verwendeten Insektizide vermindern.
Die Bt-Baumwolle sollte also Vorteile für Gesundheit, Einkommen und Umwelt mit sich bringen. Doch die vermeintlichen Vorteile finden in der Wirklichkeit keine Bestätigung, denn die Giftstoffe in der Bt-Baumwolle sind nur für einige wenige Insekten schädlich, nicht aber für alle, sodass trotzdem chemische Insektizide eingesetzt werden müssen.



Farbige Baumwolle
Die Entdeckung der natürlich gefärbten Baumwolle

Der junge US-amerikanische Archäologiestudent James M. Vreeland Jr. entdeckte bei Untersuchungen in Lima in Peru in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts die natürlich gefärbte Baumwolle.
Bevor vorwiegend weiße Baumwolle angebaut wurde, war sie für ihre Farbpalette (beige, braun, rötlich und grünlich) bekannt. Da aber die weiße Baumwolle den Markt beherrschte, gerieten die naturfarbenen Pflanzen in Vergessenheit und wären beinahe ausgestorben, hätte man sie nicht nach der Entdeckung Vreelands sozusagen wiederbelebt.

Nach seinem Forschungserfolg gründete Vreeland 1982 das Native Cotton Projekt, mit dem Ziel den Anbau der einheimischen, naturfarbenen Baumwolle wieder zu kultivieren. Mit der Zeit wurde das Markenzeichen"Pakucho" eingeführt, unter dem farbige Baumwolle aus biologischem Anbau verarbeitet wird.
Im Jahre 1997 gründete James Vreeland das Unternehmen "Naturtex", welches Textilwaren aus natürlicher Baumwolle erzeugt und den gesamten Ablauf der Produktion, vom Anfang bis zum fertigen Produkt, betreut.
Naturtex bietet zahlreiche unterschiedliche Produkte: Bekleidung für Babies und Kinder, Sportbekleidung für Erwachsene, T-Shirts, Handtücher und Bettwäsche.

In den Weltläden finden Sie auch Textilien von Naturtex aus Peru.



Baumwollprojekt in Argentinien

Ein weiteres Textilprojekt baute CTM altromercato in Argentinien auf. Ziel war es die Textilproduktion auf all ihren Stufen nach den Kriterien des fairen Handels zu realisieren.

In Argentinien konnten Kontakte zu allen am Baumwoll-Produktionsprozess Beteiligten hergestellt werden. Die gesamte Produktionskette vom Anbau bis zur Bearbeitung obliegt einer Gruppe von Herstellern, die demokratisch organisiert sind:

  • Anbau: Die Baumwolle wird in Plantagen des Chaco, wo die Asociacion civil union campesina indigene Bauern der Toba zusammenschließt, geerntet. Es werden kein gentechnisch verändertes Saatgut und keine chemischen Produkte verwendet.
  • Weberei: Das Weben erfolgt in der Fabrik Textiles Pidüe Ltda, 600km südlich von Buenos Aires, wo sich Arbeiter nach der Argentinien-Krise genossenschaftlich organisiert haben.
  • Verarbeitung: Die Bewegung "Movimento del los trabahadores desempleados de la Mattanza" hat in der Peripherie von Buenos Aires eine gemeinschaftliche Arbeitsinititavie geschaffen. Unter anderem führen die Arbeiter eine Schneiderei-Werkstatt, die Baumwollbekleidung herstellt.

In dieser Schneiderei werden diese T-Shirts, die Sie in den Weltläden finden, hergestellt.

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