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‚Eine Welt’ im NetzSüdtiroler Weltläden im Internet präsent / Ziel: Verbreitung des Alternativen HandelsFür Internetsurfer gibt es ab heute eine neue Stelle zum Andocken: Die sieben Weltläden Südtirols können nun auch im Internet besucht werden. Unter der Adresse www.weltladen.bz.it können Interessierte ausführliche Informationen über die Südtiroler Weltläden, den Fairen Handel, die Produkte, die ProduzentInnen, Partnerorganisationen, die Geschichte abrufen, an einem Gewinnspiel teilnehmen oder ehrenamtliche MitarbeiterIn in einem der Läden werden. Ziel des Internetauftrittes ist es, den Gedanken des Fairen Handels – einer Form der Entwicklungszusammenarbeit - in Südtirol zu verbreiten.Das Internet - Eine Münze mit zwei Seiten Bozen - Als die sieben Südtiroler Weltläden über einen Auftritt im Internet nachdachten, war ihnen eines klar: Diese Münze hat zwei Seiten. Das Netz ist jenes Werkzeug, das die Globalisierung und Industrialisierung vorangetrieben hat und damit die Kluft zwischen der reichen Welt des Nordens und der armen Welt des Südens vergrößert hat. Zugleich aber eröffnet es nie da gewesene Chancen im Kampf gegen Armut, Unterdrückung und Ausbeutung: Als Kommunikationsmittel verbindet es Menschen, Länder und Kulturen. Politische, kulturelle, religiöse Grenzen verschwinden in der virtuellen Unendlichkeit. Als Informationsmittel ermöglicht es die Emanzipation vieler Menschen des Südens, schafft den Anschluss an den reichen Norden und gibt den Machtlosen Macht durch Wissen. Chance für den Fairen Handel„Die Weltläden sind sich der zwei Seiten des Internets durchaus bewusst“, meint Heiner Schweigkofler, Mitglied des Bozner Weltladens und ehrenamtlicher Leiter des Internetprojektes. „Mit Hilfe des Internets wollen wir den Gedanken des Fairen Handels in Südtirol verbreiten und dem Traum einer gerechteren Welt eine neue Dimension geben.“ Wie die Produkte in den Läden, die eine Alternative zu Ausbeutung und Unterdrückung darstellen, soll auch das Netz mit seinen positiven Seiten und Chancen genutzt werden. „Alternativer Handel versucht aufzuzeigen, dass sich die Welt zum Besseren wenden kann; dass der Egoismus nicht der einzige Motor für Entwicklung sein kann; dass Fortschritt nicht unbedingt auf Kosten der Schwächeren gehen muss“, so Markus Dapunt vom Weltladen Meran. „Der Internet-Auftritt der Läden soll dabei tatkräftig mithelfen.“Unter der Adresse www.weltladen.bz.it finden Interessierte eine Vielzahl an Informationen rund um den Fairen Handel, die Produkte und ProduzentInnen, die Partnerorganisationen und die Entstehungsgeschichte des gerechten Wirtschaftens. Zugleich stellen sich die Weltläden Bruneck, Bozen, Brixen, Meran, Taufers, Sterzing und Le Formiche in Bozen vor: mit ihrer Geschichte, ihren Zielen, ihrer Arbeit. Die Internetseite gibt Interessierten außerdem die Möglichkeit, sich für die freiwillige Mitarbeit in einem der Läden zu melden. ![]() Internet-Quiz„Ein besonderes Anliegen war uns, mit dem Webauftritt Kinder und Jugendliche anzusprechen und diesen den Gedanken des Fairen Handels näher zu bringen“, erklärt Heiner Schweigkofler. Deshalb sei ein Quiz eingebaut worden, bei dem TeilnehmerInnen Gutscheine für einen Regenstab oder ein T-Shirt in den Weltläden gewinnen können. Mitglieder der Katholischen Jugend, der Jungschar, der Südtiroler Pfadfinder, der Kolpingjugend, der Alpenvereinsjugend und der Bauernjugend sowie der AGESCI-Scouts Cattolici können sogar zweimal gewinnen: „Unter den Mitgliedern dieser Vereine und Organisationen werden zusätzliche Preise verlost“, so der Projektleiter. In Zukunft sei man außerdem bestrebt, Unterrichtsmaterialien für Schulen ins Internet zu stellen. „Nur wenn es uns gelingt, junge Menschen für die Produkte der Weltläden zu begeistern, können wir auch in Zukunft die Lebensbedingungen von Hundertausenden von Menschen durch den alternativen Handel verbessern“, meint Schweigkofler.An vorderster Stelle in EuropaLaut Rudi Dalvai, Präsident der IFAT - der Internationalen Organisation für Alternativen Handel, suche der Webauftritt der Südtiroler Weltläden seinesgleichen in Europa: „Es gibt viele Internetseiten zu diesem Thema. Aber www.weltladen.bz.it ist besonders gut gelungen und bietet ein Feuerwerk an nützlichen Informationen.“ Und Elisabeth Spergser, Direktorin des Amts für Kabinettsangelegenheiten, das die Verwirklichung dieses Projektes mit-ermöglicht hat, pflichtet dem bei: „Südtirol hat eine lange Tradition im Fairen Handel – mit dem ersten Weltladen Italiens in Südtirol und mit dem italienweit höchsten Pro-Kopf-Konsum von fair gehandelten Produkten. Das Internet-Projekt ist ein weiteres Steinchen im Mosaik einer solidarischeren Welt.“ |
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